SEKTION Theater
| Thema | Theaterräume |
| Sektionsleitung | JProf. Dr. Andreas Regelsberger (Trier) |
| Raum und Zeit | G 209 | Mittwoch, 29.8.2012 | 11:00–12:30, 14:00–15:30, 16:00–17:30 |
| 11:00-12:30 | Pia Schmitt (Universität Trier): Andersräume in einem vergessenen Nō – Eine Analyse des Werkes Matsura |
| Barbara Geilhorn (FU Berlin): Klassische Spielräume im Gegenwartstheater – Mishima Yukios und Kawamura Takeshis Adaptation des Nō-Spiels Aoi no ue | |
| Tom Grigull (Leipzig): Vor dem inneren Auge – der Raum des Nô-Akteurs in der Maske | |
| 14:00-15:30 | Akemi Kaneshiro-Hauptmann (Berlin): Ningenkokuho im Ningyō jōruri bunraku und Kulturpolitik in Japan |
| Annegret Bergmann (Berlin): Kulturpolitik versus Kulturproduktion? Die Arbeit des japanischen Impressario Sasaki Tadatsugu | |
| Wolfgang Bäcker (Universität Trier): Performing Fukushima 2011 – Virtuelle Nachbeben im Zeitalter der Digitalisierung | |
| 16:00-17:30 | Lisa Mundt (Universität Frankfurt): Gegenstimmen, Zwischenräume: Theater als Kommunikationsraum und Ort des Politischen |
| Till Weingärtner (FU Berlin): Performative Gestaltung des Raums in Rakugo und Manzai | |
| Shinya Takahashi (Chūō-Universität Tōkyō): Theaterraum als Installationsraum vom phänomenalen Leib und semiotischen Körper – Toshiki Okadas Raumkonzeption von seinem „super real Japanese“-Theater | |
CALL FOR PAPER
Wie lässt sich das Verhältnis zwischen Raum und Theater fassen? Welche Mechanismen der Grenzziehung sind ihm zueigen?
Ist das Theater zum einen durch seine räumliche Verfassung bedingt, so verweist der Gattungsbegriff Theater zum anderen auf die Schaustätte, den Ort des Zuschauens. Aber auch auf narrativer Ebene besitzen die den Stücken eingeschriebenen fiktionalisierten Erinnerungsorte (Pierre Nora) eine besonders aufgeladene, symbolische Bedeutung und erfüllen eine identitätsstiftende Funktion. Ihnen gegenüber stehen Vorstellungen von Utopien, Heterotopien (Michel Foucault) und Nicht-Orten (Marc Augé), in denen der spezifische Raum des Theaters zu verschwinden scheint. In letzter Zeit ziehen site-specific performances, die das Verhältnis von Bühne und Publikum und zwischen Zuschauern und Akteuren in öffentlichen Räumen überprüfen auch in Japan grosse Aufmerksamkeit auf sich.
In den Sektionsbeiträgen sollen die Möglichkeiten topischer Fragestellungen im japanischen Theater ausgelotet werden. Andere Fragestellungen und Themenschwerpunkte sind aber nach Rücksprache mit dem Sektionsleiter auch willkommen. Je nach zeitliche Verfügbarkeit in der Sektion können grössere Forschungsarbeiten in Vorträgen von 30 Minuten Länge mit 15 Minuten Diskussionszeit vorgestellt werden, laufende Vorhaben in kürzeren Referaten von 20 Minuten Länge mit 10 Minuten Diskussion. Es wird gebeten, möglichst früh Rücksprache zu halten, Themenvorschläge spätestens aber bis zum 31. Juli 2011 zusammen mit einer Zusammenfassung von nicht mehr als einer Seite an den Sektionsleiter zu senden.
JProf. Dr. Andreas Regelsberger
Universität Trier
FB II Japanologie
Universitätsring 15
54286 Trier
Tel.: +49 (0)651 201-2252
Fax: +49 (0)651 201-3945
E-Mail: regelsb(at)uni-trier.de